Klosteranger Weyarn

Klosterbrauerei

LBGO Architekten, Bild: © Archimage, Meike Hansen
LBGO Architekten, Bild: © Archimage, Meike Hansen

Der Name Weyarn geht wohl auf die Burg „Wiare“ zurück, die Graf Siboto II im Jahre 1133 dem Salzburger Erzbischof Konrad I. unter der Bedingung überließ, hier ein Kloster zu bauen. Später kamen die Ausgustiner Chorherren in das nach vielen Bränden neu errichtete Kloster. Mit der Säkularisation 1805 endete der Einfluss der geistlichen Herren. Ein Teil der Gebäude wurde abgetragen und als Baumaterial wiederverwendet. Die Klosterbrauerei war ein Wirtschaftsgebäude, überstand mehrere Brände und wurde von uns in den Jahren 2013 bis 2014 saniert. Die Westseite des Gebäudes bezeichnen wir als Zeitfenster, da an Fassade und Fenstern die Geschichte des Klosters ablesbar ist. Fassade und Fenster sind besonders schützenswert und werden als historische Dokumente erhalten. Als Wirtschaftsgebäude wurde die Klosterbrauerei im 1. Obergeschoss mit Scheinfenstern versehen. Diese wurden kunstvoll mit nachgebildeten Sprossen ausgeführt. Die Öffnungen im Norden führten in den anschließenden Prälaturstock. Später wurde im Süden über ein bestehendes Klostergewülbe ein Bauernhaus gebaut. Seine Siloute wird sich auf der Fassade der neuen Klosterbrauerei abzeichnen. Wer die Fassade genau betrachtet, wird die Reste einer Sonnenuhr im Süden der Fassade erkennen.

Prälaturen

Kehrbaum Architekten, Bild: © Archimage, Meike Hansen
Kehrbaum Architekten, Bild: © Archimage, Meike Hansen

Ein Teil der Gebäude am Kloster wurden abgetragen und als Baumaterial wiederverwendet. Das ehemals wichtigste Gebäude im Kloster war die „Prälatur“. Das Gebäude galt als besonders schön und repräsentativ. An gleicher Stelle entstand nun Wohnen mit einem fantastischen Blick auf das Kloster und in den Rosengarten.

 

Mehrgenerationenwohnen

LBGO Architekten, Bilder: © Archimage, Meike Hansen

In den Häusern am Klosteranger leben Menschen unterschiedlicher Generationen nachbarschaftlich zusammen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen begegnen sich ungezwungen, unterhalten sich, entwickeln gemeinsame Ideen und helfen sich gegenseitig. Das Miteinander ist unser Ziel, denn jeder hat seine individuellen Talente, die er den anderen zur Verfügung stellen kann. So entsteht aus guten Nachbarn eine lebendige Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft wohnt jeder ganz individuell in seiner persönlichen Wohnung. Auch Gärten mit großzügigen Terrassen, Loggien in den oberen Stockwerken oder auch eine Dachterrasse bieten viel Privatsphäre.

Familienwohnen

LBGO Architekten, Bilder: © Beech Studios

Wir schaffen einen Ort, mit Vielfalt und Charakter, einen Ort, an dem man sich wohlfühlt, der ein Zuhause wird. Die einzelnen Häuser, individuell geformt, ergeben durch ihre Fügung eine lebendige Gemeinschaft. Klare Formen und natürliche, robuste Materialien ermöglichen ein angenehmes und fortschrittliches Wohnen. Ebenso wichtig, wie die Architektur ist uns der Außenraum. Mit dem Klosteranger, einem "Garten für alle", holen wir die Natur bis an die Häuser heran und schaffen eine gemeinsame Umgebung, die für uns die Qualität dieses Ortes ausmacht.

Supermarkt

LBGO Architekten, Bilder: © Jonathan Sage Photography, © Beech Studios

In Weyarn entstand ein Supermarkt, der auf intelligente Art und Weise in die ländliche Bebauung und den Klosteranger eingebunden ist. Die Grünflächen des Angers erstrecken sich bis auf das Dach des Marktes. So verschmilzt dieser mit der Landschaft und wird Richtung Süden nur noch als grüner Hügel wahrgenommen. Richtung Norden, zu den Staatsstraßen öffnet sich eine großzügige Glasfassade. Jeder Besucher wird mit dem Blick auf frisches Obst und Gemüse willkomen geheißen. Der Supermarkt ist über den Klosteranger mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Die Besucherparkplätze sind gegenüber dem umliegenden Gelände etwas abgesenkt.

Der Klosteranger im Überblick

Bild: © LBGO Architekten
Bild: © LBGO Architekten